Die steuerliche Gewinnermittlung

 
 Autoren:Marc Wandersleben, Rechtsanwalt Hannover  
  Florian Kucharski, Rechtsanwalt Hannover  

 

Für die Ermittlung des steuerlichen Gewinns kommen der Betriebsvermögensvergleich nach § 4 Abs. 1 EStG oder § 5 EStG sowie die Einnahmeüberschussrechnung nach § 4 Abs. 3 EStG in Betracht.
Der Betriebsvermögensvergleich ermittelt den Unterschiedsbetrag des Betriebsvermögens am Schluss des Wirtschaftsjahres zu dem des Vorjahres, vermehrt um den Wert der Entnahmen und vermindert um den Wert der Einlagen.
Bei der Einnahmeüberschussrechnung werden die Betriebseinnahmen den Betriebsausgaben gegenübergestellt.

In beiden Verfahren der Gewinnermittlung sind neben dem Vermögen der Personengesellschaft auch Sonder- bzw. Ergänzungsvermögen denkbar, die in die steuerliche Gewinnermittlung einzubeziehen sind. Zum Sondervermögen zählen dabei im Eigentum des Gesellschafters stehende Vermögenswerte, die in Sonderbilanzen aufgenommen werden. Unter Ergänzungsvermögen fallen Korrekturen an Wertansätzen der Gesellschaftsbilanz, die in Ergänzungsbilanzen dargestellt werden.


Der steuerliche Gewinn des Gesellschafters setzt sich daher aus verschiedenen Bestandteilen zusammen, die als Folge der Eigenschaft des Gesellschafters als Mitunternehmer entstehen. Zu berücksichtigen ist daher alles, was dem Gesellschafter für Leistungen und Tätigkeiten an die Gesellschaft zufließt. Dies gilt entsprechend für die Gesellschaft. Der Steuergewinn setzt sich demnach aus dem ermittelten Gewinn aus der Gesellschaftsbilanz sowie etwaigen Tätigkeitsvergütungen, etwaigen Zinsen für Gesellschafterdarlehen, den Sonder- und Ergänzungsbilanzen zusammen.

 

 Autoren:Marc Wandersleben, Rechtsanwalt Hannover  
  Florian Kucharski, Rechtsanwalt Hannover  
 Kontakt:wandersleben@brennecke-partner.de 
 Stand:1/2010 
 Normen:§ 4 Abs. 1 EStG; § 4 Abs. 3 EStG; § 5 EStG 

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